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Mittwoch, 13. Mai 2009

Doch lieber warten?


Anzeigen sollen ins Auge fallen, Aufmerksamkeit erregen. So ist es auch mit der Anzeige in der heutigen FAZ auf Seite 13. Eine Frau läuft mit einem Paket in der Hand über die Straße. Anscheinend kann sie es nicht abwarten, um endlich loszusurfen. Aber in der Eile hat sie bestimmt nicht die so gut wie unlesbaren Fußnoten unten auf der Anzeige lesen können. Darum ging es schon einmal in einem blog am 24.3.09 (Zeit zum Zugreifen).

Die Frage, die sich einmal mehr stellt: hat der Anzeigengestalter die Wirkung der kleinen weißen Schrifttype einfach nur falsch eingeschätzt? Kann passieren. Oder spielt man absichtlich mit dem unlesbar Kleingedruckten? Das wäre verwerflich. Ob Vodafone doch noch einmal daraus lernt?

Also: Ich warte lieber noch.

P.S. Um lange Ladezeiten zu vermeiden, war eine höhere Auflösung der hier gezeigten Anzeige nicht ratsam. Aber ehrlich: auch in Originalgröße ist der Fußnoten-Text selbst mit einer Lupe kaum zu entziffern.

Dienstag, 24. März 2009

Zeit zum Zugreifen?

Haben Sie heute auch in Ihrer (über-)regionalen Zeitung eine Beilage in der beachtlichen Größe von DIN A1 gehabt? Vodafone findet, es sei „Zeit zum Zugreifen!“ Und es gelte nun „Make the most of now.“. Gut, dass unser Bildungsstandard soweit gediehen ist, dass wir zumindest meinen, das Werbe-Englisch verstehen zu können. Und wer nicht, der kann es ja einmal mit einem Wörterbuch versuchen.
Manches Unternehmen hat inzwischen erkannt, dass zu viel Denglisch in die Irre führen kann. Aber das ist hier nur sekundär von Bedeutung.

Das Beste spart sich Vodafone für die letzte Seite auf. 20 Fußnoten, in gerade noch oder schon nicht mehr lesbarer Größe, über die gesamte Breite des einmal gefalteten Blattes gesetzt, ca. ein Fünftel der gesamten Seite ausmachend. Ich finde, das ist eine Zumutung. „Alles spricht für Vodafone!“ – Wirklich? Ist das das Ergebnis, wenn sich Marketing-Leute, Techniker und Juristen zusammensetzen? Dann möchte ich meine Buschtrommel wiederhaben.

Montag, 9. Februar 2009

Lieben Sie Fußnoten?

Da gibt es eine neue Anzeige von Vodafone. Sie könnte aber auch von der Deutschen Telekom oder Unity Media oder oder oder sein. Vodafone titelt: "Ziele schneller erreichen". Und wie beim großen Konkurrenten deutschen Ursprungs lässt die erste Fußnote nicht lange auf sich warten. Bereits in der Titel-Unterzeile erscheint sie in aller Bescheidenheit, so als wäre sie überhaupt nicht vorhanden. Dann noch einmal in der Mitte der Anzeige. Zugegeben: Vodafone übt sich in Bescheidenheit. Ganze
zwei Fußnoten. Das finde ich sehr bescheiden, fast ärmlich. Die Telekom kommt selten mit weniger als zehn Fußnoten aus. Alle sind denkbar klein gesetzt, meistens in weiß auf schwarzem oder rotem Untergrund. Können Sie das lesen? Ich gebe zu, ich versuche es ab und an. Manche Anzeigen erscheinen mir gar so interessant, dass ich sogar zu einem Vergrößerungsglas greife. Warum auch nicht, wenn im Text hinter einem "kostenlos" eine Fußnote erscheint. Es könnte ja wirklich einmal etwas verschenkt werden. Und wer lässt sich das entgehen?

Es ist verständlich, sich gegen alles und nichts abzusichern, zumal wenn Werbetexter zwar gute Ideen haben, diese aber von Lückensuchern völlig anders interpretiert werden könnten. Dann also lieber unleserliche Fußnoten. Alles nochmals schön miteinander verwoben, so dass man schon juristischen Rat benötigt, um alles zu durchschauen.

Was ich mache? Wie gesagt, ich gebe es auf zu lesen, gebe auf, überhaupt mir weiter Gedanken zu machen, ob dieses sogenannte Angebot überhaupt etwas für mich sein könnte. Lieber verzichte ich dann einmal auf ein "kostenlos".... auch wenn Vodafone am Ende des eigentlichen Anzeigentextes schreibt "Make the most of now". Aber dazu vielleicht in einem späteren Blog mehr. Und wenn wir schon beim Englischen sind: KISS – Keep it simple stupid. Schon einmal gehört? Schon einmal probiert?